Torticollis heißt übersetzt "verdrehter Hals". Der Beiname "spasmodicus" soll zum Ausdruck bringen, dass in vielen Fällen der Kopf nicht nur verdreht ist, sondern oft auch von einer Bewegungsunruhe (Kopfwackeln oder Kopfzittern) - zumindest bei bestimmten Kopfbewegungen - begleitet sein kann.
Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch eine langsame Drehung des Kopfes um eine vertikale Achse zu einer Seite, meist kombiniert mit einer leichten Neigung des Kopfes und wird den fokalen Dystonien zugeordnet. In anderen Fällen kommt es zu einer Vorwärts- oder Rückwärtsneigung des gesamten Halses. Gelegentlich ist das Bewegungsmuster auch ruckartig, es kommt zum Teil zu einem Zittern (Tremor) der je nach Bewegungsmuster als Ja-Ja-, Nein-Nein- oder Ja-Nein-Tremor bezeichnet wird. Die für die Bewegung verantwortlichen Muskeln verdicken sich (Hypertrophie).
In Deutschland sind nach einer Studie etwa neun Einwohner von 100.000 von dieser Krankheit betroffen. Man schätzt, dass die tatsächliche Häufigkeit zwei- bis dreimal so hoch ist. Die Erkrankung tritt meist um das 40. Lebensjahr herum auf und kann sich sehr rasch ("über Nacht") oder aber über einen Zeitraum von einigen Monaten langsam voranschreitend entwickeln. Oft sind Nackenverspannungen oder Kopfzittern Anfangssymptome noch bevor die Fehlstellung des Kopfes auffällt.
letzte Änderung 06. Februar 2012, 17:24 Uhr
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Stand: 08-Feb-2012, 12:52 PM
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