Die Beschäftigungsdystonien unterscheiden sich von den anderen Formen der Dystonie, wie etwa dem Blepharospasmus oder dem Torticollis dadurch, dass die unwillkürlichen Muskelkontraktionen erst beim Ausführen einer spezifischen Tätigkeit auftreten. Eine typische Beschäftigungsdystonie ist der Schreibkrampf: Wenn nicht geschrieben wird, ist der Arm nicht verkrampft. Andere motorische Handlungen, bei denen sich eine tätigkeitsspezifische Dystonie manifestieren kann, sind das Spielen von Musikinstrumenten (z.B. Klavierspielerkrampf, Gitarristenkrampf, Flötistenkrampf etc.) oder manche Sportarten (z.B. "Yips"; des Golfspielers, ein Verkrampfen der Hand beim Halten des Schlägers vor dem Abschlag, beim Tennis).
In Deutschland wird die Gesamtzahl der Patienten mit Schreibkrampf auf 5600 geschätzt. Der Schreibkrampf beginnt im Durchschnitt früher als die übrigen fokalen Dystonien, etwa Mitte 30. Männer sind vom Schreibkrampf häufiger betroffen als Frauen. Das Verhältnis schwankt zwischen 2:1 bis 10:1. Viele Menschen, die einen Schreibkrampf entwickeln, üben beruflich eine schreibende Tätigkeit aus.
letzte Änderung 25. April 2012, 11:40 Uhr
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URL: http://www.dystonieinfo.de/formen/schreibkrampf/index.jsp
Stand: 18-May-2012, 09:32 PM
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