Beim Schreibkrampf kommt es sofort oder kurze Zeit nach Beginn des Schreibens zu einer Verkrampfung der Hand- und der Unterarmmuskeln, teilweise auch der Muskeln des Oberarmes und der Schulter. Eine Vorstellung davon kann man bekommen, wenn man nach vielen Seiten Handschrift "ermüdet" und den Arm ausschütteln möchte. Im Unterschied dazu beginnt der Schreibkrampf mehr oder weniger sofort beim Beginn des Schreibens. Die Folge der Verkrampfung ist, dass der Schreibstift entweder zwischen Daumen und Zeigefinger gepresst gehalten wird und wegrutscht, oder der Zeigefinger sich abspreizt, und der Stift nicht mehr gehalten werden kann. Das Handgelenk kann sich stark beugen oder strecken, der Arm nach innen oder außen drehen. Auch der Oberarm und die Schulter können in die Verkrampfung miteinbezogen werden. Bei ca. 25% der Patienten treten Schmerzen auf. Das Schriftbild der Betroffenen ist in unterschiedlichem Maße gestört: Es wird krakelig, die Linie kann nicht gehalten werden oder es ist komplett unleserlich bzw. das Schreiben völlig unmöglich. Manche Patienten haben eine "Schreibhemmung" ohne ausgeprägte Verkrampfung der Muskeln.
Tritt die Verkrampfung ausschließlich bei der Tätigkeit des Schreiben auf, spricht man vom einfachen Schreibkrampf. Diese Menschen können erfreulicherweise andere differenzierte feinmotorische Tätigkeiten normal ausführen. Wenn die Verkrampfung auch bei anderen Tätigkeiten wie z.B. dem Essen mit Messer und Gabel, dem Zeichnen, Basteln etc. auftritt, spricht man vom dystonen Schreibkrampf.
letzte Änderung 25. April 2012, 11:40 Uhr
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URL: http://www.dystonieinfo.de/formen/schreibkrampf/symptome/index.jsp
Stand: 18-May-2012, 09:32 PM
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