Es ist u.a. der Verdienst der Londoner Arbeitsgruppe um Prof. C.D. Marsden in den 70er und Anfang der 80er Jahre, dass der Schreibkrampf wie auch die übrigen fokalen Dystonien als organische, neurologische Erkrankungen mit gestörter Funktion der Motorik erkannt wurden. Die genaue Ursache bleibt noch ungeklärt; möglicherweise ist die Zusammenarbeit zwischen der motorischen Hirnrinde und den Basalganglien, in denen automatische Bewegungsprogramme abgespeichert sind, gestört. Ererbte Anlagefaktoren spielen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine Rolle. Man nimmt an, dass es sich um eine Anlage handelt, die nur bei einem Teil der Menschen die Störung wirklich hervorruft, vorausgesetzt, dass bestimmte äußere Bedingungen dazukommen wie z.B. eine bestimmte Tätigkeit. Noch ist eine genaue Lokalisierung dieser vermuteten Anlage im Erbgut nicht bekannt.
letzte Änderung 25. April 2012, 11:40 Uhr
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Stand: 18-May-2012, 09:33 PM
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