Botulinum-Toxin

Vom Gift zum Arzneimittel

Botulinum-Toxin ist ein natürlich vorkommendes Bakteriengift, das vom Sporenbildner Clostridium botulinum unter anaeroben Bedingungen (Luftausschluss) produziert und bereits in kleinsten Mengen die als Botulismus bekannte Intoxikation verursachen kann. Heutzutage wird das lange Zeit nur als Giftstoff bekannte Neurotoxin medizinisch in stark verdünnter Konzentration zur Linderung muskulärer Verspannungen eingesetzt und ist Mittel der Wahl bei fokalen Dystonien.

Zu den Behandlungserfolgen mit Botulinum-Toxin zählen nicht nur die Besserung der Bewegungsfunktion und die Erleichterung der Alltagsverrichtungen; die Behandlung beugt außerdem gefürchteten Komplikationen wie einer dauerhaften Kontraktur vor. Die Therapie mit dem hochwirksamen Toxin ist nebenwirkungsarm.

Wirkmechanismus von Botulinum-Toxin

Nach einer Injektion in den angespannten Muskel wird die muskuläre Überaktivität reduziert; der Muskel erschlafft gezielt und steuerbar. Der Wirkmechanismus besteht darin, dass Botulinum-Toxin die Freisetzung des Neurotransmitters Acetylcholin an der motorischen Endplatte, der Kontaktstelle zwischen Nerv und Muskel, hemmt. Dadurch wird die Signalweiterleitung vom Nerv zum Muskel blockiert. Die volle Wirkung entfaltet sich innerhalb von etwa 10 Tagen und hält ca. drei Monate an. Danach kommt es zu einer Wiederaufnahme der Signalübertragung durch die Regeneration der motorischen Endplatte, weshalb die Therapie mit Injektionen von Botulinum-Toxin in regelmäßigen Abständen wiederholt werden muss.

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letzte Änderung 25. April 2012, 11:40 Uhr

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Botulinum-Toxin - dystonieinfo.de

URL: http://www.dystonieinfo.de/therapie_5/botulinumtoxin/index.jsp
Stand: 18-May-2012, 09:42 PM
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